Moderieren ist eine einfach zu handhabende Steuerungstechnik für Gespräche, Diskussionen und Workshops. Es ist eine Technik, die mit Hilfe von Fragen als zentralem Steuerungselement alle Beteiligten eines Diskurses ins Denken führt und alle zu Äußerungen veranlasst. Die Technik umfasst neben Fragen und weiteren impulssetzenden Möglichkeiten ein Bündel von Verhaltenstechniken, die es erlauben, Konflikte und Widersprüche einer Kommunikation aufzugreifen und konstruktiv zu wenden. Moderieren ist in vielen Besprechungs- und Verhandlungssituationen das Mittel der Wahl. Es eignet sich für alle Kommunikationsanlässe, an denen mehrere beteiligt sind und gegenseitiges Verstehen erzeugt werden muss. Die Moderationstechnik verwendet ein Setting und Instrumente, die niederschwellig die Beteiligung an auch komplizierten Sachverhalten erlauben. So ist es geeignet als Mittel, bei unterschiedlichen Fachvoraussetzungen zu einer Kommunikation ohne Verlust an Qualität zu kommen. Moderieren erlaubt dem Moderator, im Gegensatz zur Mediation, den inhaltlichen Verlauf des Diskurses vorzudenken und zu steuern, ohne Ergebnisses vorwegzunehmen. Wesentliches Element der Moderation ist die Visualisierung der Gespräche zur Klärung der Sachverhalte. Großformatig werden alle Äußerungen visualisiert, was hohe Transparenz und ebenso Effizient erzeugt. Wiederholungen werden deutlich und es ist allen möglich, den Gesprächsfaden ständig zu verfolgen und Verzettelungen zu vermeiden. Moderation läßt sich informell, ohne große Vorbereitung in der kleinen Besprechungsrunde einsetzen, ebenso, wie zur Planung, Strukturierung und Steuerung großer Workshops mit entsprechenden Erwartungen. Die Moderationstechnik ist als Set von Instrumenten und Techniken leicht zu erlernen. Zwei Tage sind ausreichend, die Technik zu erfassen und soweit einzuüben, dass die Anwendung in den eigenen Berufsfeldern gelingt. |
